Kurz: Ja, die Wasseraufbereitung ist in Deutschland in vielen Fällen durchaus sinnvoll. Oder detaillierter:
Trinkwasserqualität in Deutschland:
Nitrat im Trinkwasser: In einigen Gebieten Deutschlands gibt es zu hohe Nitratwerte im Wasser. Hauptursache ist die übermäßige Düngung in der Landwirtschaft. Sowohl der Europäische Gerichtshof als auch die EU-Kommission sind gegen Deutschland wegen dieser Überschreitungen bereits vorgegangen.
Chemikalien teils ohne Grenzwerte: Es gibt Chemikalien & Medikamentenrückstände, für die keine festgelegten Trinkwasser-Grenzwerte existieren. PFAS-Chemikalien waren Anfang 2023 groß in den Medien wie z.B. der Tagesschau, SZ uvm., da ihre hohe Verbreitung überraschend war. PFAS gelten zudem als mittel- bis hochtoxisch. Umso schlimmer, dass man sie allein an 1.500 Orten in Deutschland nachweisen konnte. Sie wurden mit der neuen Trinkwasserverordnung nun zwar aufgenommen, greifen soll der Grenzwert aber erst schrittweise ab 2026-2028. Man weiß jedoch bereits heute, dass sie krebserregende Chemikalien sind.
Grenzwerte und empfindliche Bevölkerungsgruppen: Einige Trinkwasser-Grenzwerte, die für Erwachsene sicher angesehen werden, könnten für empfindliche Gruppen, wie Säuglinge und Kleinkinder sowie Kleintiere, zu hoch sein.
Rohrleitungen: Leider kommt es immer noch vor, dass es in älteren Gebäuden z.B. Bleirohre gibt oder in neueren Gebäuden Bisphenol A (insb. bei Sanierung zwischen 2000 und 2015) nachgewiesen wurde, die das Wasser kontaminieren. Dies hat gesundheitliche Schäden zur Folge, selbst wenn das Trinkwasser beim Wasserwerk in Ordnung wäre.
Weitere Grenzwertüberschreitungen: Es kommt immer wieder zu verschiedenen lokalen Grenzwertüberschreitungen wie z.B. Kontaminierungen mit Escherichia coli oder Uran.
Mineralwasser-Rückrufe: Doch auch Wasser aus Flaschen wurde z.B. erst Mitte 2023 wegen Schimmelbefall zurückgerufen und es gibt viele gesundheitliche Vorbehalte gegenüber PET-Flaschen.
Es ist also sinnvoll, bei einem Lebensmittel, was man so umfangreich konsumiert, in die Eigenverantwortung für seine eigene Gesundheit zu gehen und hier nichts dem Zufall zu überlassen.
Hartes Wasser: Hartes, kalkhaltiges Wasser ist in vielen Regionen Deutschlands verbreitet. Der Kalk erschwert nicht nur das Putzen, er kann sich in Rohrsystemen, Heizelementen und Elektrogeräten wie Waschmaschinen ablagern. Dies beeinträchtigt nicht nur die Lebensdauer dieser Geräte, sondern auch deren Effektivität. Eine Enthärtungsanlage kann hier Abhilfe schaffen und sich in Bezug auf Energieeffizienz und Langlebigkeit der Geräte schnell bezahlt machen.